Mittwoch, 18. September 2013

Kein Vergleich zu anderen Vampirromanen!

Rezension zu "Blutbraut" von Lynn Raven



Blutbraut- Lynn Raven
Erschienen: 10/2011 bei cbj
FSK: ab 13 Jahren 
Seiten: 736 Seiten
Preis: 14,99€ Broschiert, 11,99€ ebook
Link zum Verlag: Blutbraut bei cbj


Meine Bewertung: 5 Federn! TOP!
 
 
Nach dem "Kuss des Kjer" hatte ich mir vorgenommen, der Autorin mehr Aufmerksamkeit zu widmen. Zuerst war ich jedoch skeptisch, da ich befürchtete eine Schmonzette a la Twilight vor mir zu haben. Doch sehr schnell wurde klar, dass das absolut nicht der Fall ist.

Zum Inhalt:
Lucinda flüchtet seit ihrer Kindheit vor dem Schicksal eine Blutbraut zu werden. Blutbräute geben mächtigen Hexern der Hermandad ihr Blut, damit diese sich nicht in blutrünstige, gefährliche Nosferatu verwandeln. Lucinda ist schon als kleines Kind dem Hexer Joaquin de Alvaro als Blutbraut versprochen. Auf Grund Erzählungen ihrer Tante und durch einen furchtbaren Zwischenfall mit einem Nosferatu, bei dem ihre Tante ums Leben kommt, entwickelt Luz eine schlimme Angstpsychose und bekommt allein bei dem Gedanken, dass jemand ihr an die Kehle geht, Anfälle.

Luz wünscht sich nichts mehr, als ein normales Leben und verliebt sich in Cris. Zum ersten Mal lässt sie so jemanden näher an sich ran. Doch Cris ist niemand anderes als Joaquins Bruder Cristobal. Sie wird von ihm (er fungiert aber eher als unfreiwilliger Entführer) und Rafael, Joaquins bestem Freund, entführt und nach Santa Reyada gebracht, dem Sitz der Alvaros. Dort begegnet sie das erste Mal IHM. ER ist bereits in einem fortgeschrittenem Verwandlungszustand zum Nosferatu. Doch anders als sie befürchtet hält er immer Abstand zu ihr, obwohl er ihr Blut dringend bräuchte. Nach ein paar Fluchtversuchen, die alle sehr unerfolgreich verlaufen, arrangieren sich die Beiden für das Erste und nähern sich ganz langsam an, doch dann kommt alles anders....


Meine Meinung:
In den ganzen Massen aus Vampirbüchern sticht "Die Blutbraut" wirklich schön herraus. Anders als der "Klischee-Vampir" handelt es sich hier um mächtige Hexer, die durch einen Fluch dazu verdammt sind, sich in blutrünstige, gefährliche Wesen zu verwandeln, wenn sie nicht das Blut einer, nur für sie passenden, Blutbraut trinken. Klar, sobald sie Nosferatu sind können sie sich der Sonne nicht mehr aussetzen, aber das ist auch schon alles. Die Mischung aus Hexerrei und Vampirismus macht das Ganze so interessant. Wie in dem "Kuss des Kjer" Lijanas und Modan, stehen in der "Blutbraut" zwar Lucinda und Joaquin im Mittelpunkt, aber man muss keine triefende Gefühlsduselei erwarten. Und das macht Lynn Raven für mich aus. Sie schafft es eine Liebesgeschichte zu schreiben, ohne großen Austausch an Zärtlichkeiten, ohne viele Worte, die einen aber trotzdem so mitnimmt und einfach wunderbar und tiefgehend ist. Zudem macht der Perspektivwechsel das Ganze noch spannender. Mal schreibt sie aus der "Ich"-Perspektive von Luz und dann wieder aus der Sicht eines auktorialen Erzählers.

Fazit: Großartiges Buch, wunderbarer Schreibstil, kein Vergleich zu anderen Vampirgeschichten! Absolut lesenswert und süchtig machend!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen