Mittwoch, 18. September 2013

Geschichte mit Potential und einer überflüssigen Liebesgeschichte

Rezension zu "Faunblut" von Nina Blazon



Faunblut- Nina Blazon
Erschienen: 2008 im cbt-Verlag
FSK: ab 13 Jahren
Seiten: 480 Seiten
Preis: 18,95€ Hardcover, 8,99€ Taschenbuch, 7,99€ ebook
Link zum Verlag: Faunblut bei cbt


Meine Bewertung: 3 Federn



Auf Grund der vielen positiven Rezensionen hatte ich mir dieses Buch dann doch mal zum Geburtstag gewünscht. Ich erwartete einen romantischen Fantasyroman im Style von Romeo und Julia. So steht es ja nun mal auch auf dem Buchrücken, aber so wirklich konnte ich das nicht wiederfinden. Womit ich jetzt nicht sagen würde, dass der Roman für mich deshalb schlecht war. Aber eins nach dem Anderen:

zum Inhalt:
Jade wohnt zusammen mit ihrem Vater Jakub in einem Hotel. Sie fundieren dort als Hoteleigentümer, Hauswarte... Die Stadt in der Jade lebt ist von einem Krieg zerstört worden, dem Krieg zwischen Lady Mar und den zuletzt herrschenden Königen. Lady Mar ist eine Tyrannin, das Leben in der Stadt von Angst geprägt. Von Kindesbeinen an bekommen die Menschen schaurige Geschichten über die sogenannten Echos erzählt, Wesen die angeblich nur Mord und Rache im Sinn haben sollen. Doch eines Tages begegnet Jade zweien von ihnen und muss mitansehen wie eines von ihnen ermordet wird. Kurz darauf passieren immer mehr Morde an Menschen, die Schuld wird den Echos gegeben. Um sie zu finden holt Lady Mar den Sucher Tam in die Stadt. Er und sein Begleiter ziehen in das Hotel von Jades Vater ein. Tams Begleiter Faun weckt Jades Interesse, doch scheint er sie nicht zu mögen. Jade schließt sich immer mehr den Rebellen an, die gegen die Tyrannei der Lady kämpfen wollen. Da entdecken Faun und sie ihre Gefühle füreinander, doch wie soll es funktionieren?...


Meine Meinung:

Das Buch besteht für mich irgendwie aus 2 Teilen. Zum einen haben wir da Jade und die Rebellen. Ihren Kampf gegen das Regime, ihre Auflehnung gegen die Ausbeutung. Zudem kommt ihr Verhältnis zu ihrem Vater und ihre Abstammung. Das Ganze fand ich spannend, zumal Jade eine nette Figur ist. Allerdings bleibt sie mir zu blass. Die Stadt wird sehr detalliert beschrieben, sodass man sich die Zerstörungen gut vorstellen kann, die die Kämpfe anrichten, aber mir fehlten die Erklärungen, wie nun die Rangordnungen sind, wer wo was zu sagen hat. Die Person der Lady Mar wird mir nicht hinreichend beschrieben. So bleibt mir zu vieles im Dunkeln, wo ich gern etwas Licht gehabt hätte.

Der 2. Teil ist die Geschichte von Faun und Jade. Diese finde ich geradezu überflüssig. Ich kam von dem Gefühl nicht los, dass Frau Blazon auf Biegen und Brechen eine Liebesgeschichte integrieren wollte. Diese entwickelt sich sowas von rasant, das sie auf mich keineswegs glaubwürdig rüber kommt. In dem einen Moment scheint es als hasst Faun Jade und zack eine Seite weiter liegen sie sich in den Armen. Ohne jetzt spoilern zu wollen, aber für mich wurde auch nicht befriedigend erklärt, warum Faun, trotz seiner Natur, Jade liebt. Die ganze Liebesgeschichte bleibt blass und unausgearbeitet und trägt auch nichts zu der Geschichte bei, sprich man hätte sie weglassen können und nur einen Roman über ein Mädchen schreiben können, dass der Tyrannei den Kampf ansagt.

Fazit: Das Buch lässt sich ganz gut lesen, der Schreibstil ist recht schön. Die Geschichte selbst hat potential, was leider nicht recht genutzt wurde. Die Liebesgeschichte ist kurz und überflüssig. Also wer einen romantischen Fantasyroman erwartet, wird meiner Meinung nach enttäuscht sein!

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