Montag, 23. September 2013

Es fehlte das gewisse Etwas

Rezension zu "Die Erben von Sevenwaters" von Juliet Marillier
                                

Die Erben von Sevenwaters- Juliet Marillier
Erschienen: 09/2011 bei Droemer Knauer
Seitenanzahl: 560
FSK: ? eher Erwachsene
Preis: 6,99€ als ebook
Link zum Verlag: Die Erben von Sevenwaters bei Droemer Knaue


 Meine Bewertung: 3 Federn 



Ich bin eine große Sevenwater-Liebhaberin.Die Tochter der Wälder: Roman (Knaur TB) ist mein absolutes Lieblingsbuch. Selten hat mich ein Buch so mitgerissen, selten konnte ich mich in eine Hauptfigur so hineinfinden. Auch Der Sohn der Schatten: Roman (Knaur TB) ist wunderbar, wenn auch weniger magisch, aber trotzdem unheimlich gefühlvoll. Ich hatte allerdings mein leichtes Hadern mit Das Kind der Stürme: Roman (Knaur TB), was aber keineswegs an dem Schreibstil der Autorin lag, sondern eher an der "Heldin" Fainne. Ich hatte mich sehr auf eine Fortsetzung gefreut. Leider wurde ich ein wenig enttäuscht.

Zum Inhalt:
Es geht in diesem Buch um Clodagh, die Tochter von Sean und Aisling. Anders als in den letzten 3 Bänden, geht Marillier also keine Generation weiter, sondern bleibt in der von Fainne aus "Das Kind der Stürme". Nachdem Sean und Aisling nur Töchter bekommen haben, wird Aisling noch einmal schwanger und bringt den kleinen Finbar zur Welt. Zur selben Zeit findet auf Sevenwaters die Hochzeit von Clodaghs Zwillingsschwester statt. Zu dieser reist auch Johnny (Sohn von Liadan und Bran) mit einigen seiner Männer an. Unter ihnen befindet sich auch Cathal, ein undurchsichtiger, geheimnisvoller Mann, der für Clodagh nur Hohn übrig hat. Doch dann offenbart er ihr eine dunkle Vision und kurz darauf wird der kleine Finbar entführt. An seiner statt liegt nun ein Wechselbalg in der Wiege, den aber nur Clodagh als solchen erkennt. Clodagh ist sofort klar, dass dies keine gewöhnliche Entführung ist. Sie macht sich auf, ihren Bruder zu suchen. Unterstützung findet sie ausgerechnet in Cathal. Doch was verbirgt er, was ist sein Geheimnis?...


Meine Meinung

Das Buch lässt sich schön und flüssig lesen. Dennoch fehlte mir von Anfang etwas, was die Bücher vorher so besonders gemacht hat. Genau kann ich gar nicht sagen, was es ist, vielleicht die sonst so liebevoll detailreiche Art Erin zu beschreiben. Oder das Magische , was sonst eher, wie ein roter Faden im Hintergrund lief, aber immer wichtig war. In diesem Buch ist es mir zu aufdringlich, etwas zu viel. Ja natürlich hat alles mit Magie angefangen, als Sorchas Brüder in Schwäne verwandelt worden waren. Aber in "die Tochter der Wälder" geht es vielmehr auch um den innerlichen Kampf, die harte Prüfung, das Leben von Sorcha, das jahrelang nur Entbehrung und Leid bedeutet.
Und leider nimmt das Buch zum Ende hin ganz stark an Qualität für mich ab. Am Schluss geht es im weitesten Sinne nur noch um Sex. Marillier umschreibt es zwar, aber kann darüber nicht hinwegtäuschen. Und das passte so gar nicht in meine Sevenwaterwelt. Nicht das ich prüde wäre, aber ich finde es gehört nicht rein.
Im Gegensatz zu Sorcha, Liadan oder Fainne ist Clodagh eine langweilige Protagonistin. Sie übte auf mich keinerlei Faszination aus und ich konnte mich des Öfteren nicht in sie hineinversetzen. Einzig Cathal ließ mich bei der Stange bleiben. Er hatte so etwas Geheimnisvolles und ich mag solche Charaktere sehr gern. Auch seine sarkastische Art hat mir gefallen.

Fazit:  Die Erben hat seine Reize, allein weil man viele liebgewonnene Charaktere wieder trifft, aber überzeugen konnte es mich nicht. Clodagh ist ein netter Charakter ohne große Besonderheiten, etwas lanweilig. Dem ganzen fehlt das gewisse Etwas, was die anderen Bücher hatten. Schade!

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