Mittwoch, 18. September 2013

Dieser Lockruf hat mich nicht erreicht!

Rezension zu "Lockruf der Nacht" von Lilly M. Love



Lockruf der Nacht- Lilly M. Love
Erschienen: 09/2012 bei CreateSpace Independent Publishing Platform
FSK: ? nicht unter 16 Jahren
Seiten: 252 Seiten
Preis: 8,98€ als Taschenbuch, 3,59 als ebook
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 Meine Bewertung: 1 Feder! FLOP!



Ich bin eine große Anhängerin des Fantasygenres. Ich liebe es in Welten abzutauchen, die fern unserer Realität sind (High-Fantasy), oder die quasi neben unserer Welt spielen (Urban-Fantasy). Doch wirklich guten Lesestoff zu finden, der einen fesselt, ist finde ich besonders in diesem Genre sehr schwer. Leider bestätigten sich meine Befürchtungen, die ich nach der Leseprobe hatte, denn dieser Roman kann mich nicht überzeugen. Das hat mehrere Gründe. Zum einen wimmelt es in diesem Büchlein vor Fehlern (Satzstellung, Interpunktion, Rechtschreibfehler...), zum anderen sind die Charaktere sowas von blass und uninteressant beschrieben, das ich noch nicht mal Lust hatte mich in die Hauptdarstellerin hinein zu versetzen.

Zum Inhalt:
Leia ist eine erfolgreiche, gutaussehende Immobilienmaklerin. Gerade erst hat sie sich von ihrer kleinen Affäre getrennt, der ihr nur Ärger gemacht hat. Leia hatte schon immer intensive Träume, die sie sich in ein Traumtagebuch einträgt. Alle ihre Träume haben neuerdings eine Gemeinsamkeit, einen gutaussehenden Mann mit stechend blauen Augen. Dieser Mann verfolgt sie in ihren Gedanken auch noch, wenn sie wach ist und sie beginnt immer mehr nach ihm Ausschau zu halten. Irgendwann begegnet sie ihm tatsächlich auf einer Party in den Hamptons, doch was hat es wirklich mit ihm auf sich?....


Meine Meinung
Lockruf der Nacht ist das erste Buch einer Reihe. Der Schreibstil ist schlicht, oft ziemlich abgehackt und beinhaltet, wie bereits erwähnt, viele Fehler, die einen irgendwann wirklich ärgern (ich hatte ein Leseexemplar und angeblich hat die Autorin die Fehler behoben, kann ich aber nicht nachvollziehen, deshalb bleibt dieser Punkt hier stehen). Ich bin kein Rechtschreibguru, aber wenn man ein Buch verlegt, dann dürfen so viele Fehler nicht passieren. Die Wahl in der Gegenwartsform zu schreiben macht es wenigstens etwas interessanter zu lesen.
Leia ist als Person für mich absolut unglaubwürdig. Welche Frau geht nach einer Vergewaltigung gleich zum Tagesgeschehen wieder über? So viele Reaktionen von ihr sind für mich nicht nachvollziehbar gewesen. Zudem ist mir das Ganze zu New Yorker-High Society, alle sind gutaussehend, reich....Die Charaktere sind durchweg blass. Das ändert sich sicher in den folgenden Büchern, aber der Gedanke half mir nicht darüber hinweg, mir nach diesem Werk bereits zu sagen, dass mich die Serie nicht weiter reitzt.  Selten konnte mich ein Buch vom ersten Kapitel an so abschrecken. Schade, die Thematik hätte Potenzial gehabt!

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