Mittwoch, 18. September 2013

Das wunderbarste Buch, was ich je gelesen habe

Rezension von "Tochter der Wälder" von Juliet Marillier

Die Tochter der Wälder von Juliet Marillier
Erschienen: Januar 2001 im Knaur Verlag
FSK:
Seiten: 656 Seiten
Zur Zeit anscheinend nicht verfügbar :(


Meine Bewertung: 5 Federn und Position des Lieblingsbuches!!!


 Es gibt Bücher, die einfach was ganz Besonderes sind, die dich verzaubern und nicht wieder loslassen wollen. Diese Bücher geraten nie in Vergessenheit und wenn man sie erneut im Regal entdeckt, nimmt man sie wieder und wieder zur Hand. Ich habe leider noch nicht viele solcher Werke gelesen, doch "Die Tochter der Wälder" ist ganz klar dazu zu zählen. Etwas Besseres habe ich bis jetzt noch nicht gefunden. Ich liebe diese Geschichte und es ist die Einzige, die ich jetzt schon 4x gelesen habe!

Zum Inhalt:
Im 9. Jahrhundert nach Christus müssen die keltischen Fürsten ihr Land gegen den Ansturm der Briten verteidigen. Fern der Schlachtfelder wächst Sorcha als jüngste Tochter der Herren von Sevenwaters auf. Das behütete Leben findet ein jähes Ende, als ein Fluch ihre sechs Brüder in Schwäne verwandelt. Sorcha ist die Einzige, die sie retten kann – doch dafür muss sie mehr aufgeben, ertragen und erdulden, als sie sich jemals hätte vorstellen können …


Meine Meinung:

Das Buch ist an das Märchen "Die sechs Schwäne" der Gebrüder Grimm angelehnt. Wie ich bereits erwähnte ist dieses Werk von Juliet Marillier mein absolutes Lieblingsbuch. Das liegt zum einen an dem wirklich wunderschönen und detailverliebten Schreibstil der Autorin, wie auch an der außerordentlich guten Ausarbeitung der Charaktere.
Da wäre Sorcha, die von einer nahezu heilen Welt, in der sie ihr Wissen als Heilerin zum Wohle der Bewohner Sevenwaters einsetzt, in einen Alptraum versinkt, aus dem nur sie allein sich buchstäblich mit ihren eigenen Händen befreien kann. Ich habe mit ihr gelitten, mit ihr geweint, mit ihr geträumt und mit ihr manchmal alle Hoffnung verloren. In dem Moment, als sie zum ersten Mal die Mieren in die Hand nimmt und beginnt zu nähen, hat man, dank dem intensiven Erzählstil Marilliers das Gefühl selbst die Stacheln in der Haut zu haben. Sorcha muss so viel erdulden, lässt sich aber nicht unterkriegen.
Ihren Brüdern gab Marillier jedem einen ganz eigenen Charakter und auch wenn man sie in dem Buch nicht oft in ihrer menschlichen Gestalt zu lesen bekommt, so merkt man in diesen kurzen Augenblicken das sie ganz unterschiedlich sind. Jeder hat seine Stärken und Schwächen und es ist herzzereißend, wie jeder auf seine Art mit dem Dasein als Schwan umgeht und darunter leidet, Sorcha nicht helfen zu können.
Marillier erschafft eine magische, mystische Welt, in der die fantastischen Elemente aber nie aufdringlich oder übertrieben wirken. Außer der Hexe Oonagh verwebt die Autorin auch die keltische Sagenwelt in die Geschichte hinein. Doch die Wesen treten nur sehr hintergründig in Erscheinung, sind aber für den Lauf der Dinge wichtig. Es herrscht also stets eine leicht magische Atmosphäre. Das hat mir unglaublich gut gefallen.
Ich habe die Befürchtung, dass ich mit meinen unbeholfenen Worten dem Buch gar nicht gerecht werden kann. Es hat mich tief bewegt zurück gelassen.

Fazit:
Das wunderschönste, zauberhafteste Buch das ich je gelesen habe! Toll ausgearbeitete Charaktere, eine magische Welt, ein unglaublich gefühlvoller Schreibstil....kurz mein Lieblingsbuch!

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