Freitag, 27. September 2013

Brutal, blutig und garantierte Hochspannung!

 Rezension zu "Totenkünstler" von Chris Carter



Totenkünstler- Chris Carter
Erschienen: 03/2013 bei Ullsteinbuchverlage
FSK: ab 16 Jahren
Seitenzahl: 448 
Preis: 9,99€ Taschenbuch, 8,99€ ebook
Link zum Verlag: Totenkünstler bei Ullstein

  
 Meine Bewertung: 5 Federn



Ich bin eigentlich keine Leserin des Thrillergenres. Lange habe ich nach einem Buch gesucht, dass mich etwas bekehrt. Chris Carter hat es geschafft. "Totenkünstler" ist zwar so brutal gewesen, dass ich Gänsehaut bekommen habe, aber war auch so spannend, das ich es nich aus der Hand legen konnte.

Inhalt:
Grausam, überaus brutal und sehr blutig so lassen sich die Morde beschreiben in denen Detective Robert Hunter dieses Mal ermitteln muss. Ein neuer Serienmöder treibt sein Unwesen in L.A. Sein erstes Opfer ist ein krebskranker Staatsanwalt. Er foltert sein Opfer, hält ihn durch Medikamente besonders lang am Leben, amputiert ihm bei vollem Bewusstsein Körperteile und baut diese zu einer skurilen Skulptur zusammen. Hunter und sein Kollege Garcia tappen erst einmal im Dunkeln, was es mit dem "Kunstwerk" auf sich hat. Ist es nur "Kunst"? Will der Mörder damit etwas sagen? Wenn ja, was soll sie darstellen?

Sie entdecken, dass es sich um ein Schattenbild handelt, doch die Bedeutung bleibt vorerst unklar. Dann gibt es einen zweiten Toten, einen Polizisten. Auch dieser wird auf brutalste Weise hingerichtet und wieder hinterlässt der Täter eine Skulptur, ein Schattenbild. Hunter und Garcia versuchen alles um die Paralellen zwischen den beiden Toten zu finden und werden recht bald fündig. Ein Verdächtiger kristallisiert sich immer mehr raus. Dann kommt es auch schon zu Mord Nummer 3 an einem Psychiater. Doch wo liegt hier der Zusammenhang zu den beiden anderen Opfern? Und das Schattenbild an diesem Tatort, gibt Hunter noch mehr Rätsel auf. Verfolgen sie wirklich die richtige Spur? ......

Meine Meinung:
Endlich habe ich mit dem "Totenkünstler" einen wirklich guten Thriller in der Hand gehabt. Da mich das Genre ansich nicht so anspricht, und ich daher in der Buchhandlung eher an dem Regal vorbei gehe, freute ich mich umso mehr, als ich das Buch bei vorablesen.de gewonnen habe. Ich kannte bis dahin kein Buch von Chris Carter, war völlig unvoreingenommen. Und er hat es wirklich geschafft mich zu fesseln.

Es ist ja eigentlich fürchterlich, was sich ein Autor so einfallen lassen kann. Auf eine Art stößt einen das ab, aber auf der anderen ist es wie ein Unfall, man kann einfach nicht wegsehen, bzw. hier aufhören zu lesen. Die Morde sind so überaus brutal, dass man sich fragt, was in dem Kopf des Autors abgehen muss, dass er sich sowas ausdenkt. Nun Mr. Carter hat durch sein Studium und seinen Job bestimmt viele Erfahrungen sammeln können und musste sicher einiges bereits sehen. Ich finde man merkt sehr deutlich, dass der Autor weiß wovon er schreibt, wenn er immer wieder psychologische Deutungen miteinbringt und auch die medizinischen Aspekte haben Hand und Fuß und wirken nie übertrieben. Da ich selbst auf dem Gebiet der Biologie arbeite, musste ich bei so manchen CSI-Folgen z.B. schon erheblich schmunzeln, wenn sie einem Wirkstoff eine gänzlich andere Wirkung zusprachen, die er nie im Leben hatte.

Der Stil von Carter gefällt mir sehr gut. Er hält sich nicht an Belanglosem auf, zieht das Geschehen nicht künstlich in die Länge. Durch die geschickt eingebauten Cliffhanger baut er eine Spannung auf, die einem das Buch nicht mehr aus den Händen legen lässt. Gerade zum Showdown hin wurde ich ganz kribbelig, da er sich auf zwei verschiedene Geschehnisse konzentrierte und die eine mit der anderen immer wieder unterbrach. Hunter ist als Person sympathisch und wirkt recht realistisch, auch wenn er mit sehr wenig Schlaf auskommt ;). Er ist kein unfehlbarer Überdetectiv, sondern auf die Hilfe seines Kollegen und in diesem Fall auch auf die IT-Kenntnisse von Alice angewiesen. Das macht ihn menschlich, was mir sehr gefallen hat.

Ich brauchte auch nicht die Vorgänger gelesen zu haben, um hier alles zu verstehen. Es wird nur recht wenig auf Hunters Privatleben eingegangen, sodass man keine großen Wissenslücken hat, wenn man die Thrillerreihe nicht verfolgt. 

Fazit:
Ein guter, fesselnder Thriller mit einem abgrundtief bösen Mörder. Nichts für Zartbeseitete! Absolut lesenswert!


Herzlich bedanke ich mich bei vorablesen.de und dem Ullstein-Verlag für die Bereitstellung des Buches!

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